Wälder und Klima

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Wälder – und vor allem Urwälder – sind wichtige Regelgrößen für die regionalen Wasserkreisläufe und für das Regionalklima. Sie sorgen für ausgeglichene Verhältnisse, indem sie zum Beispiel Wasser aufnehmen und speichern. Immer deutlicher zeigt sich, dass die regionalen Klimazusammenhänge auch starke Auswirkungen auf globale Klimageschehen haben können. Wenn durch Urwaldzerstörung auch Ausgleichsmechanismen der Wälder wegfallen, hat das nicht nur gravierende Auswirkungen auf Wasserkreisläufe und das Wettergeschehen in den ehemaligen Urwaldgebieten, sondern auch oft auf weit entfernte Teile der Erde. So ergab eine  Studie der NASA aus dem Jahre 2005, dass die Urwaldzerstörung in Amazonien offenbar die Niederschläge in Mexiko und Texas bzw. im Golf von Mexiko beeinflusste, dass die Urwaldzerstörungen in Zentralafrika sogar Einfluss auf die Niederschläge im Mittleren Westen der USA und die Waldrodungen in Südostasien Auswirkungen auf Niederschläge in China und sogar auf dem Balkan hatten.

Wälder sind gewaltige Kohlenstoffspeicher. Nicht nur in den Bäumen sondern auch im Totholz und dem Boden wird CO2 gespeichert. Damit tragen Wälder direkt zum Klimaschutz bei. Forstwirtschaftlich genutzte Wälder in Deutschland bestehen häufig nur aus  jungen Bäumen mit wenig Totholz, dadurch hat die CO2-Senkenleistung seit 1990 stark abgenommen. Eine Greenpeace Umfrage von 2016 untersucht den Zustand der deutschen Wälder, dabei belegt Nordrhein-Westfalen zusammen mit Hamburg den 3. Platz im Bundesländervergleich.