Staudamm-Bauprojekt am Amazonas

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So wie in 23 anderen deutschen Städten haben wir am 23.7. in Aachen vor der Citykirche eine kleine Baustelle errichtet, um auf das Staudamm-Bauprojekt am Amazonas aufmerksam zu machen. Mit Erfolg! Dabei hat uns die Stadt ungewollt unterstützt, denn vor Ort war die Straße an mehreren Stellen aufgerissen und mit Bauschildern umzäunt. Selbst das Ordnungsamt fragte, ob die Baustellen zu uns gehören :)! Aber die Straße aufzureißen gehörte dann doch nicht zu unserer Simulation. Wir waren vor Ort, um die Menschen über den Staudamm, die Auswirkungen und den Zusammenhang mit Siemens zu informieren. Anschaulich wurde das anhand einer Landkarte der Region Aachen, auf dem die Größenverhältnisse des Staudamms und des entstehenden Stausees erschreckend deutlich wurde.Viele stellten sich mit ihrer Unterschrift hinter das indigene Volk der Munduruku, deren Heimat direkt bedroht ist.

Wir haben uns über jede einzelne Unterschrift sehr gefreut, und hatten Menschen aus vielen Ländern vor Ort, nicht nur aus Deutschland und den Niederlanden, sondern auch u.a. aus Brasilien und China!

Sie haben es gestern nicht geschafft vorbei zu schauen? Sie möchten sich klar hinter die Munduruku stellen? Kein Problem: Hier können Sie auch online weiterhin unterschreiben, und die Petition direkt an Ihre Freunde weiterleiten – weltweit:

https://de.heartoftheamazon.org/

oder international:

https://heartoftheamazon.org/

Mit Ihrer Unterschrift sind Sie Teil von mittlerweile mehr als 1 Million aktiven Unterstützern - und nehmen aktiv Einfluss auf die weitere Entwicklung.

  • Der brasilianische Umweltminister José Sarney Filhos bezeichnete das Projekt jüngst als „unnötig“ und stellte den Ausbau von dezentraler Wind- und Solarenergie in Brasilien als die bessere Alternative heraus.
  • Der französische Energiekonzern Engie, ehemals GDF Suez, distanziert sich inzwischen von weiteren Beteiligungen an Staudämmen im Amazonas und setzt sich für den dezentralen Ausbau von Wind- und Solarenergie in Brasilien ein. Nach der italienischen Firma Enel ist damit Engie das zweite internationale Energieunternehmen, das sich von dem Projekt São Luiz do Tapajós distanziert hat.
  • Siemens hat sich bislang immer noch nicht eindeutig von Staudammprojekten mit der Zerstörung indigener Lebensräume sowie massiver Umweltzerstörungen am Amazonas distanziert!

Alle weiteren Hintergrundinformationen finden Sie unter: https://www.greenpeace.de/rettet-den-amazonas#machmit

Dort können Sie auch Siemens Chef Joe Kaeser direkt dazu auffordern, sich nicht am Staudamm Projekt zu beteiligen.

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