Silvester ohne Feuerwerk?

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Große Ladungen an Müll, Lärm und eine Menge an Feinstaub – Jedes Jahr gehen wir der Silvestertradition wieder nach und schießen Raketen in die Luft, die sich in bunte Lichterballen verwandeln. So schön die Tradition am Himmel auch aussehen mag, mit Umweltschutz und Sicherheit hat es wenig zu tun.

Kaum zu glauben, aber wahr: In der Silvesternacht 2017/18 haben die Deutschen 137 Millionen Euro für das Silvesterfeuerwerk ausgegeben. Dadurch wurden rund 4.000 Tonnen Feinstaub in die Luft gepustet, was etwa 15 Prozent der Menge entspricht, die jedes Jahr im Straßenverkehr freigesetzt wird.

Aachen hat eine deutliche Meinung zum Feuerwerk 

Wir haben uns gefragt, wie die Aachener Bürger*innen zu dem Thema Feuerwerk in der Silvesternacht stehen und waren dafür vergangenen Samstag auf dem Marktplatz unterwegs. Dort haben wir  abstimmen lassen und das Ergebnis ist eindeutig: Die Mehrheit der Aachener*innen ist für ein städtisches, anstelle eines privaten Feuerwerks. Die zweitmeisten Stimmen sprechen sich sogar komplett gegen ein Feuerwerk aus. Idee für einen Ersatz ohne Umweltbelastung wäre beispielsweise eine von der Stadt organisierte Laser-Show. 

Produktion der Feuerwerkskörper ist hoch gefährlich

Neben dem Schutz der Umwelt und der Sicherheit ist ein weiterer, negativer Aspekt mit dem Feuerwerk verbunden: Die Produktion der bunten, funkensprühenden Lichter. Die Website Utopia berichtet, wie die Böller unter schlimmen Arbeitsbedingungen in Indien und China hergestellt werden. Der Kontakt zu den chemischen Mitteln führt oft zu Krankheiten und nicht selten kommt es zu einer Explosion. Oft werden die Lichtkörper auch durch Kinderarbeit hergestellt. (Den Link zum ganzen Artikel finden Sie hier.)

Feuerwerk in Anbetracht der Klimakrise

Ob wirklich jeder Privathaushalt in Zeiten der Klimakrise noch ein eigenes Feuerwerk zünden muss, ist fraglich. Unsere Umfrage auf dem Marktplatz hat uns gezeigt, wie das Meinungsbild der Stadt Aachen ist. Mit den gesammelten Stimmen möchten wir nun an die Stadt herantreten und über Alternativen aufklären und versuchen, wenigstens die privaten Feuerwerke aus der Stadt zu verbannen.

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