Rote Karte gegen Billigfleisch

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Am Samstag, den 15.08.2020, startete unsere Greenpeace Gruppe für Landwirtschaft, Lebensmittel und Gentechnik in Aachen auf dem Marktplatz eine Aktion gegen die Haltungsformen 1 und 2. Die kürzlich durch Tönnies wieder in den Blick gerückte Massenfleischproduktion lässt erneut am Billigfleisch-System zweifeln.

Die Haltungsformen 1 und 2 sind tierschutzwidrig, da die Tiere ihren natürlichen Bedürfnissen nicht nachkommen können. Sie werden eingepfercht in ihrem eigenen Dreck gehalten und entwickeln Verhaltensstörungen. Wegen dieser Verhaltensstörungen werden Schweinen die Ringelschwänze abgeschnitten, obwohl das schon seit 20 Jahren verboten ist.

Mehr Tierschutz statt Billigfleisch um jeden Preis

Unsere Gruppe für Landwirtschaft, Lebensmittel und Gentechnik (kurz: LaWiTox) informierte am 15.08.2020 von 11:00 bis 13:00 Uhr vor der Rewe-Filiale in Aachen am Markt über Billigfleisch und forderte Rewe auf, das Fleisch mit den Haltungsformen 1 und 2 aus dem Sortiment zu nehmen sowie die Werbung für Billigfleisch zu beenden.

Trotz widriger Coronahygieneregeln blieben viele Passanten stehen und ließen sich über die Folgen der industriellen Fleischproduktion informieren. Mit ihrer Unterschrift auf der „Roten Karte“ forderten die Passanten Rewe auf, den Verkauf von Fleisch aus tierschutzwidriger und umweltschädlicher Haltung zu beenden.

88 Aachener*innen zeigen Rewe die rote Karte

88 Unterschriften konnten gesammelt werden. Diese wurden nach der Aktion der Filialleitung übergeben. Außerdem unterstützen die Aachener*innen mit ihrer Unterschrift auch den offenen Brief von Greenpeace an Landwirtschaftsministerin Frau Julia Klöckner, in dem diese aufgefordert wird, den Umbau der Tierhaltung in die Wege zu leiten.

Der offene Brief an Frau Klöckner kann auch online hier unterschrieben werden. Setzen Sie sich mit uns für mehr Tierwohl ein!