Raus aus RWE

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Aktivisten von Divest und Greenpeace Aachen fordern heute Morgen vor dem Gebäude der Städteregion von den Kommunen den Verkauf von RWE-Aktien. Dabei sprachen sie auch mit dem Pressesprecher der Städteregion, Detlef Funken. In acht Meter großen, roten Lettern legen Aktive von Divest und Greenpeace Aachen heute vor dem Gebäude der Städteregion Aachen den Schriftzug „1,5 °C”.

Damit erinnern sie an die im Pariser Klimaabkommen festgelegte Erderwärmungs-Obergrenze und fordern den Verkauf der kommunalen RWE-Aktien. Nach dem Börsengang der RWE-Tochter Innogy will die Städteregion Aachen an Europas schmutzigstem Kohlestrom-Konzern festhalten.

„RWE muss durch strikten Abzug von Investitionen daran gehindert werden, weiterhin ungeheure Mengen von Kohle zu verbrennen, um eine globale Erderwärmung über 1,5 °C zu verhindern”, fordert Lea Heuser, Sprecherin der Initiative Divest Aachen. „Mit dem Festhalten an RWE torpediert die Städteregion das Pariser Klimaabkommen und überschreitet damit klar eine rote Linie”, so Heuser weiter.

Während Deutschland, neben China, Indien, den USA, der EU in ihrer Gesamtheit und weiteren Ländern gerade erst dem Pariser Klimaabkommen beigetreten ist, spekuliert die Städteregion noch immer darauf, durch steigende Kurse und Dividenden von RWE zu profitieren. „Offenbar möchte die Städteregion mit ihren gut 550.000 RWE-Aktien aus dem Anheizen des Klimawandels Profit schlagen. Dabei ist es längst gesellschaftlicher Konsens: Wir müssen große Anstrengungen unternehmen, die 1,5 °C Grenze einzuhalten”, ordnet Björn Niehenke von Greenpeace Aachen dieses Verhalten ein.

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