Mehr Sicherheit für Radfahrende

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Am Samstag, den 23.05.2020, wurden in Aachen und in über 30 anderen Städten Deutschlands Popup Bike Lanes aufgebaut. Dazu wurde die rechte Fahrbahn abgesperrt und der Radweg verbreitert. Greenpeace Aachen und die Greenpeace Jugendgruppe taten sich zusammen mit dem Runden Tisch Klimanotstand, dem ADFC, dem VCD und dem Radentscheid und boten den RadfahrerInnen auf der Jülicher Straße auf 150 Meter Länge endlich einmal ein „Kopenhagen Feeling“.

Die bis zu 50 Teilnehmer*innen malten Schilder und demonstrierten am Wegrand für breitere Fahrradwege. Mit einem Fahrradweg von ca. 3,5m Breite statt 1,5m konnten Radfahrer*innen sich viel sicherer fühlen und auch der motorisierte Verkehr kam trotz der engeren Fahrbahn nicht ins Stocken. Das Bild der langen Pylonenreihe und des breiten Radwegs an dieser Stelle war beeindruckend.

Neben den Teilnehmenden am Straßenrand gab es auch Gruppen von Radfahrenden, die diese Möglichkeit des sicheren Radwegs ausgiebig nutzten. Auch Familien mit Kindern konnten sich so sicher im Verkehr bewegen.

Gerade auf der Jülicher Straße herrscht viel Verkehr und der Radweg ist äußerst knapp bemessen, zudem parken häufig auch noch Autos teilweise auf dem Weg sodass die eh schon knappe Fläche noch kleiner wird. „Um Menschen in der Corona-Krise zu schützen, müssen Städte mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger freigeben“, sagt Andreas Schulze, Ansprechpartner für Mobilität bei Greenpeace Aachen. „Die rechtlichen Möglichkeiten für sichere Radwege sind da, die Errichtung ist kostengünstig. Was fehlt ist der politische Wille.“

Eine Investition in Radwege ist eine Investition in die Zukunft

Laut einer Umfrage werden viele Menschen auch mittelfristig auf den ÖPNV verzichten. Greenpeace warnt vor einem Verkehrskollaps in den Städten durch den erhöhten Individualverkehr. Ein Umstieg aufs Fahrrad wäre eine umweltfreundliche Alternative. Gerade deswegen ist es wichtig, das Radfahren noch sicherer zu machen.

Berlin, London und Bogotá machen es vor: Popup-Radwege sind einfach einzurichten und sorgen für mehr Sicherheit der Radfahrer. Auch in Aachen ist das möglich!

Mehr Radwege, mehr Sicherheit und mehr Unterstützung!

Nicht nur Aachen könnte sich mehr für die Radinfrastruktur einsetzen. Greenpeace fordert, dass die entsprechenden Fördermittel auf 2,8 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2020 und 2023 verdoppelt werden. Der Radverkehrsanteil in den zehn größten deutschen Städten könnte so von heute rund 14 Prozent bis 2030 auf 30 Prozent steigen.

Mehr Informationen über den Verkehr nach Corona finden Sie hier.

Außerdem können Sie unsere Petition für einen grünen Wirtschaftsplan unterzeichnen, damit die Bundesregierung in klimafreundliche Mobilität investiert.