Mehr Klimaschutz in Aachen!

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Für größere Anstrengungen der Aachener Politik im Klimaschutz sind wir am 6.3. auf die Straße gegangen. Anlass war die massive Verfehlung des Klimaziels der Stadt Aachen - statt 40% hat sie bisher gerade einmal 22% CO2-Reduktion gegenüber 1990 erreicht. Das liegt vor allem an einer verschlafenen Verkehrswende: Die CO2-Reduktionen im Verkehrssektor steigen immer weiter an. Das Auto ist nach wie vor das Verkehrsmittel der Wahl in Aachen und steht für die Politik an erster Stelle.

Was wir stattdessen brauchen, ist ein konsequenter Umstieg aufs Rad und öffentliche Verkehrsmittel. Unsere Forderungen sind ein zeitnaher Ausbau der Radinfrastruktur, um Radfahren für alle Menschen sicher zu machen, vom Kind bis zur Seniorin. Außerdem müssen Busse eine attraktivere Option werden: Wir fordern günstigere Ticketpreise, Maßnahmen zur verbesserten Pünktlichkeit und eine bessere Taktung.

Um die Aachener PolitikerInnen zu einem Umdenken aufzufordern, haben wir gemeinsam mit den Radverbänden ADFC & VCD, mit dem Radentscheid Aachen, dem Umweltverband NABU, der Initiative 3 Rosen und der Schülerbewegung Fridays for Future zu einer Demonstration vor der Ratssitzung aufgerufen. Unserem Aufruf gefolgt sind 200 Menschen, die mit uns ein deutliches Zeichen an die Politik senden wollten. Mit Bannern, Fahnen und einer großen CO2-Wolke machten wir auf unser Anliegen aufmerksam. Außerdem hörte man schon von weitem die "Power to the people! People got the power..." und "What do we want? Climate justice!"-Rufe, die von den SchülerInnen von Fridays for Future angestoßen wurden und in die alle anderen begeistert einstimmten. Von den nach und nach eintreffenden Ratsleuten konnte unsere Demonstration auf jeden Fall nicht übersehen werden. Da das Thema auch in der Ratssitzung Gehör finden sollte, haben wir von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, als Aachener BürgerInnen Fragen im Stadtrat zu stellen. Wir stellten Oberbürgermeister Philipp und den CDU- und SPD-Fraktionsvorsitzenden Baal und Servos Fragen zu den CO2-Zielen, fehlenden Radwegen, der mangelhaften Pünktlichkeit des ÖPNV und Parkplätzen in der Innenstadt. Herr Philipp war in der Sitzung jedoch nicht bereit, auf die verfehlten CO2-Ziele einzugehen. Stattdessen bot er uns an, die Fragen schriftlich bzw. in einem persönlichen Gespräch zu erörtern - wir warten nun auf seinen Anruf. Außerdem übergaben wir ihm unseren Forderungskatalog.

Wir hoffen nun, dass es in Aachen bald vorangeht mit dem Ausbau der Radwege und Busse, so haben es Herr Philipp, Herr Servos und Herr Baal angekündigt.

So oder so: Wir bleiben dran und lassen nicht locker, bis es in Aachen endlich eine konsequente Verkehrswende und ambitionierten Klimaschutz gibt.

 

 

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