Lichter für den Frieden

Media

Zum Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren haben wir um 1:15 Uhr, dem Zeitpunkt der Explosion in Hiroshima, vor dem Aachener Rathaus an die Opfer erinnert.

In den Morgenstunden des 6. August 1945 passierte das bis dahin Unvorstellbare: Die erste jemals eingesetzte Atombombe wurde auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen, am 9. August 1945 eine zweite Atombombe auf Nagasaki. Bei den Atombombenangriffen starben laut Schätzungen mehr als 200.000 Menschen. Noch heute leiden die Menschen dort an den Spätfolgen der Atombombenabwürfe.

Weltweites Wettrüsten auf dem Höhepunkt

Trotz dieser schrecklichen Katastrophe ist das weltweite Wettrüsten 75 Jahre nach der Katastrophe auf einem Höhepunkt. Die sogenannte Doomsday Clock steht 100 Sekunden vor Mitternacht - die Gefahr für einen Atomkrieg ist so groß wie nie zuvor. 

Und auch Deutschland rüstet auf: Die Bundesregierung möchte die atomwaffentragfähigen Tornado-Kampfjets für mindestens 7,7 Milliarden Euro durch neue Atombomber ersetzen. Deutschland  beteiligt sich an der erweiterten nuklearen Teilhabe, was bedeutet: Im Kriegsfall müssten deutsche Pilot*innen die im rheinland-pfälzischen Büchel gelagerten US-amerikanischen Atombomben ins Ziel fliegen. Ihre jeweilige Sprengkraft beträgt das mindestens Zehnfache der Hiroshima-Bombe.

Mehrheit der Deutschen für eine Abrüstung

Laut einer aktuellen Greenpeace-Umfrage sind 83 Prozent der Menschen in Deutschland dafür, dass die US-amerikanischen Atombomben aus Deutschland abgezogen werden. Das ist das Ergebnis auf die Frage: „In Deutschland sind Atombomben aus den USA stationiert. Sollten diese durch neue Atombomben ausgetauscht werden oder komplett aus Deutschland abgezogen werden?“ Das Meinungsforschungsinstitut Kantar hat am 1. und 2. Juli 1008 Menschen befragt (online hier).

Indem die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, könnte Deutschland einen glaubwürdigen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt leisten. 

Viele Menschen setzen sich für den Frieden ein

Hoffnung geben die vielen Menschen, die sich für Frieden und Abrüstung einsetzen. So auch die Greenpeace-Ehrenamtlichen, die deutschlandweit in mehr als 50 Städten gemeinsam mit uns auf die Hiroshima- und Nagasaki-Gedenktage mit dem Friedenssymbol aus Kerzen, aber auch anderer Kunst, Lichtern und Mahnwachen in Erinnerung rufen, was nie wieder geschehen darf.

Und auch Sie können helfen, Teil der Friedensbewegung zu werden. Unterschreiben Sie das Greenpeace-Friedensmanifest und unterstützen Sie die ICAN-Petition.

 

Tags