Kundgebung Klimanotstand

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Forderungen zur Klimaneutralität der Stadt Aachen wurden in der Stadtratssitzung übergeben

Vor drei Monaten hat der Rat der Stadt Aachen den Klimanotstand ausgerufen – passiert ist seitdem wenig. In den vergangenen Monaten hat der Runde Tisch Klimanotstand Aachen, eine Initiative mit Mitgliedern nahezu aller Verbände im Bereich Klima- und Umweltschutz sowie engagierter Einzelpersonen, Forderungen erarbeitet, durch deren Umsetzung die Stadt dazu beitragen kann, die Klimakrise zu bekämpfen. 

Höchste Zeit, aktiv zu werden und zu handeln

Mittwoch, den 18. September, versammelten sich gut 100 Menschen verschiedener Umweltschutzorganisationen sowie unorganisierte Privatpersonen zu einer Kundgebung vor dem Rathaus, um die Stadt darauf hinzuweisen, ein entsprechendes Konzept so schnell wie möglich zu erarbeiten und umzusetzen. Anlass war die Stadtratssitzung, die um 17 Uhr stattfand. Eine Abordnung der Demonstranten übergab dort dem Stadtrat eine Liste mit den ersten Forderungen des Runden Tisches Klimanotstand. 

Forderungen zur Eindämmung der Klimakrise

Bereits im Juni, fünf Tage nach Beschluss des Klimanotstandes durch den Rat der Stadt Aachen, traf sich der Runde Tisch, um unabhängig von Politik und Verwaltung Maßnahmen zu formulieren, die auf kommunaler Ebene dringend umgesetzt werden müssen. Ziel muss es sein, auf schnellstem Wege eine Klimaneutralität der Stadt Aachen zu erreichen. 

Themen, die auf der Demonstration angesprochen wurden, waren vor allem die Wichtigkeit der Erneuerbaren Energien. Auch die akute Bedrohung des Hambacher Waldes durch die immer näher rückenden Kohlebagger kamen zur Sprache. Zusätzlich wurde nochmal darauf hingewiesen, dass jeder Einzelne etwas dafür tun kann, um das eigene sowie das Leben in der Stadt nachhaltiger zu gestalten. Die aktive Beteiligung von Politik und Industrie muss jedoch zusätzlich geschehen und ist von enormer Wichtigkeit.

Übergabe der Forderungen 

Um die Stadt bei der Formulierung und Umsetzung verschiedener klimafreundlicher Maßnahmen zu unterstützen, wurden die Forderungen des Runden Tisches vor der Sitzung symbolisch an die Stadt übergeben. Diese beinhalten sechs Themenfelder, die als Empfehlungen an Politik und Verwaltung gelten: Energie, Verkehr, Bauen/ Wohnen/ Stadtgrün, Land- und Forstwirtschaft/ Ernährung, Kreislaufwirtschaft/ Recycling sowie Soziale Teilhabe /Partizipation. Die Vorschläge sind teilweise schon sehr detailliert, werden in den kommenden Monaten jedoch sukzessiv fortgeschrieben. Der Runde Tisch möchte auch weiterhin mit der Stadt zusammenarbeiten und die Bemühungen zum Klimaschutz begleiten. 

Alle weiteren Informationen und Neuigkeiten zum Klimanotstand findet Ihr hier.

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