Klimawandel

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Klimawandel - Die Erde erwärmt sich

Der Klimawandel schreitet schneller voran als noch 2007 von Wissenschaftlern des Weltklimarates angenommen. Unser Klimasystem steht auf der Kippe. Bei einer globalen Temperaturerhöhung von zwei Grad Celsius (im Vergleich zum vorindustriellen Niveau) drohen katastrophale Folgen. Dürren, Stürme, Überschwemmungen und Missernten, Millionen Klimaflüchtlinge und das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten sind die Auswirkungen überall auf der Welt.

Die Erderwärmung könnte unkontrollierbar werden, wenn wir es nicht schaffen, die vom Menschen gemachte Erwärmung zu begrenzen:

Die Permafrostböden Sibirien beginnen aufzutauen, mit verheerenden Folgen. Es entweichen dabei große Mengen an Methan – einem hoch klimaschädlichen Gas – in die Atmosphäre, und diese heizen das Klima weiter an.
Weitere Bespiele von solchen selbstverstärkenden Effekten sind bereits in ihren Anfängen rund um den Globus festzustellen:
Zugrunde gehende Regenwälder setzen CO2 frei anstatt den benötigten Sauerstoff zu produzieren, wärmere Meere nehmen weniger CO2 auf, und weniger Polareis sorgt für weniger in den Weltraum „gespiegelte“ Sonnenenergie.

Wie schnell sich die Erde weiter erwärmt, hängt also davon ab, wie die Menschheit jetzt auf den Klimawandel reagiert, den sie selbst verursacht. Und ob wir es so schaffen, den Temperaturanstieg soweit zu bremsen, dass selbstverstärkende Effekte minimiert werden.

Der Klimawandel ist eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit, und um die katastrophalen Folgen des Klimawandels noch zu begrenzen, müssen so schnell wie möglich die klimaschädigenden Treibhausgasemissionen reduziert werden: in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent; bis 2050 dürfen wir kaum noch Treibhausgase ausstoßen.

 

Fossile Energien - besonders klimaschädlich: Kohle und Öl

Einen Großteil unseres Energiebedarfs decken wir derzeit aus fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas. Bei ihrer Verbrennung entsteht immer das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Kohlekraftwerke gehören zu den größten CO2 Emittenden und tragen maßgeblich zum Treibhauseffekt und Klimawandel bei.

 

Die verheerende Auswirkung der Urwaldrodungen

Die tropischen Regenwälder werden als grüne Lunge unseres Planeten bezeichnet. Urwälder sind die Lebensgrundlage des Planeten: Sie regulieren unser Klima und mildern extreme Klimaverhältnisse wie Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme. Sie absorbieren CO2 und produzieren Sauerstoff, reinigen die Luft, das Wasser und verhindern Bodenerosion. Vor allem speichern Wälder fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs. Bei Holzeinschlag oder Brandrodung wird dieser als klimaschädliches CO2 wieder freigesetzt. Ein Fünftel aller freigesetzten Treibhausgase entsteht durch die Zerstörung der letzten Urwälder. Urwaldländer wie Indonesien oder Brasilien gehören dadurch zu den weltweit größten CO2-Emittenten.
Um einen Großteil unserer grünen Lunge steht es schlecht, denn täglich werden riesige Flächen gerodet, zur Palmölgewinnung, für die Papierherstellung, um Flächen für den Futteranbau zur Viehzucht verfügbar zu machen, und zur Möbelherstellung.

Um die Erderwärmung zu stoppen, muss die Zerstörung der letzten Urwälder dringend verhindert werden.

 

Die Folgen der Erwärmung

Weltweit schmelzen die Gletscher in alarmierender Geschwindigkeit. Auch die Polarregionen verlieren ihre Eiskappe, riesige Eisberge treiben mit den Meeresströmungen bis in tropische Regionen. Schwere Stürme verwüsten ganze Landstriche in immer kürzerer Folge. Große Trockenheit wechselt sich mit sintflutartigen Niederschlägen ab. Flüsse treten über ihre Ufer, denn die Böden können nach Dürreperioden kaum mehr Wasser aufnehmen. Mit zunehmender Erwärmung des Klimas werden sich solche Wetterextreme häufen. Immer mehr Menschen werden durch die Ausbreitung der Wüsten, zunehmende Hochwasser und Stürme oder durch den steigenden Meerespiegel in Zukunft aus ihrer Heimat vertrieben. Der Klimawandel ist Realität. Wir können nur noch beeinflussen, wie gravierend er wird.#

 

Arktis und Antarktis

Der eine ist ein Ozean, umgeben von Land, der andere ein Kontinent, umgeben von Meer: Arktis und Antarktis - zwei Welten in Weiß. Welten der Extreme und Lebensraum einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Die Pole gehören zu den größten Naturregionen unserer Erde. Doch das ewige Eis schmilzt. Die "Enden der Welt" drohen dem Klimawandel zum Opfer zu fallen.

Das arktische Meereis

In der Arktis sind die durchschnittlichen Temperaturen in den vergangenen 100 Jahren fast doppelt so schnell gestiegen wie in den anderen Regionen der Erde.  Klimaforscher fürchten, dass der kritische Punkt bereits überschritten sein könnte. Wenn man wissenschaftliche Nachrichten zum Thema Klimawandel verfolgt, liest man darin nur allzu häufig die Formulierung schneller als erwartet. Schneller als in den Prognosen des Weltklimarates schmilzt auch das arktische Meereis. Am zehnten September 2010 war es auf bloße 4,76 Millionen Quadratkilometer und damit auf sein wahrscheinliches Minimum im diesjährigen arktischen Sommer geschrumpft. Dies teilte das amerikanische National Snow and Ice Data Center mit.

Die Antarktis

Die Arktis schien lange Zeit vom Klimawandel unberührt, der dicke Eispanzer unangreifbar. Doch mittlerweile brechen dort große Eisschilde auseinander. Jüngstes Beispiel ist das Wilkins-Eisschelf. Sollte der Westantarktische Eisschild schmelzen, würde der Meeresspiegel dramatisch steigen.

Der eine ist ein Ozean, umgeben von Land, der andere ein Kontinent, umgeben von Meer: Arktis und Antarktis - zwei Welten in Weiß. Welten der Extreme und Lebensraum einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Die Pole gehören zu den größten Naturregionen unserer Erde. Doch das ewige Eis schmilzt. Die "Enden der Welt" drohen dem Klimawandel zum Opfer zu fallen.

Weiterführende Links

Wie Menschen den Klimawandel erleben
Was ist der Treibhauseffekt
Erneuerbare Energien