Atom | Tihange

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Mehr als 1500 Menschen demonstrierten bei der gestrigen Kundgebung in Aachen am Elisenbrunnen gegen den Betrieb der belgischen Risiko-AKWs Tihange und Doel.

 

Ein unnötig riskierter GAU an einem der AKWs macht keinen Halt an Landesgrenzen. Eine Fortsetzung der Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima in Belgien hätte katastrophale Folgen.

Die Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 wurden trotz der tausenden teils bis zu 18 cm langen Risse in den Druckbehältern vor kurzem erst wieder in Betrieb genommen. Bei dem Reaktor Tihange 1 kam es letzten Freitagabend zu einem Brand, der eine Notabschaltung des Reaktors erforderte. Es ist offensichtlich, dass der Kraftwerksbetreiber Electrabel mit fortlaufenden Problemen zu kämpfen hat, die Sicherheit der veralteten Reaktoren zu gewährleisten. Tihange liegt dabei nur 65 km Luftlinie von Aachen entfernt, Doel bei Antwerpen ebenfalls nur 150 km.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hatte noch vorgestern in der Presse gesagt, dass sie keine Möglichkeit sehe, die Sicherheitsmaßnahmen beim pannenanfälligen belgischen Atomkraftwerk Tihange zu beeinflussen. Die Entscheidungen hierzu lägen in belgischer Autorität.

Bernd Schadowski, Öffentlichkeits-Koordinator von Greenpeace Aachen, meint dazu: „Es ist und bleibt unbegreiflich, warum das Risiko unsicherer Reaktoren durch die belgischen Behörden in Kauf genommen wird. Die politische Meinung, dies in anderen Ländern nicht beeinflussen zu können, ist außerdem in einem gemeinsamen Europa inakzeptabel.“
Bürger, Umweltschutz-Organisationen und Aachener Politiker forderten auf der Kundgebung des AAA (Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie) gemeinsam von der deutschen Bundesregierung: Übt Druck auf die belgischen Behörden aus, um eine möglichst rasche Abschaltung zu erreichen!

Video des WDR zur gestrigen Kundgebung

Weitere Bilder auf: http://www.aachener-zeitung.de

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