Ökostrom

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Was ist beim Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter zu beachten?

Kunden, die ihren Stromanbieter wechseln, wollen entweder Geld sparen oder ein politisches Signal setzen: Ihnen gefällt die Politik oder die Produktqualität ihres bisherigen Versorgers nicht. Wer nur den billigsten Strom sucht, ist hier falsch. Auf dieser Website geht es um echten Ökostrom, Pseudo-Angebote und Mogelpackungen. Die gute Nachricht ist: Echter Ökostrom ist nur wenig teurer als normaler Strom, meistens weniger als 5 € pro Monat und Haushalt. An vielen Orten ist er mittlerweile sogar billiger als die großen Versorger! Außerdem ist der Wechsel kinderleicht - Postkarte abschicken oder Internetformular ausfüllen genügt!

Gründe, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln:

  • Ich möchte keine Atomkraftwerke finanzieren.
  • Ich möchte nicht, dass mein Geld in Klimakiller wie neue Braun- und Steinkohlekraftwerke gesteckt wird.
  • Ich möchte das Machtmonopol von RWE, E.ON, Vattenfall und EN.BW nicht unterstützen.

Wichtige Informationen zum Stromwechsel:

  • Sie gehen kein Risiko ein ohne Strom dazustehen. Falls ihr neuer Anbieter pleite gehen sollte (theoretisch möglich), ist ihr Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet, Sie wieder zu versorgen.
  • Ihr Stromzähler wird nicht ausgewechselt - niemand muss zu Ihnen kommen.

Was ändert sich, wenn ich Ökostrom beziehe?

Kommt ganz drauf an. Bei einigen Mogelpackungen: Gar nichts, außer, dass sie mehr Geld bezahlen. Bei gutem Ökostrom ändern sich die Geldflüsse - und Geld regiert die Welt! Es macht einen großen Unterschied, ob RWE oder Greenpeace Energy Geld von Ihrem Konto abbuchen! Außerdem machen die Anbieter mit ihrem Geld ja auch nicht das Gleiche: RWE kauft und finanziert Kohle- und Atomstrom, Greenpeace Energy vor Allem Erneuerbare.

Ändert sich der Strom, der an meiner Steckdose ankommt?

Ja und nein. Es werden ja die gleichen Kabel benutzt wie vorher. Am Besten stellen Sie sich das Stromnetz wie einen riesigen See vor. Der See hat Abflüsse, das sind die Verbraucher. Und er hat Zuflüsse, das sind die Erzeuger bzw. Kraftwerke. Das Wasser im See ist grau - eine Mischung aus grünem Ökostrom und schwarzem Kohle- und Atomstrom. Wenn Sie den Stromanbieter wechseln, wird weniger schwarzer Strom in den See gelassen, dafür aber mehr grüner Strom. Und so wird der ganze See immer grüner. Trotzdem kommt an Ihrem Ausfluss natürlich eine Mischung an.

Wie unterscheide ich eine Mogelpackung von echtem Ökostrom?

Hier gibt es mehrere Kriterien:

  • Der Ökostromanbieter darf nicht gleichzeitig auch mit Kohle- oder Atomstrom handeln.
  • Der Ökostromanbieter darf nicht Tochterfirma eines Stromanbieters sein, der mit Kohle- oder Atomstrom handelt.
  • Der Ökostrom muss bundesweit lieferbar sein.
  • Die Stromlieferung an den Kunden besteht aus mindestens 50% Erneuerbaren Energien. Der Rest darf aus umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (auf Erdgasbasis) stammen. Kohle und Atomkraft sind verboten.
  • Optimalerweise hat der Stromanbieter eine Neubauregelung, das heißt, er setzt sich aktiv für den Neubau von umweltfreundlichen Kraftwerken ein. Denn nur dann ändert sich der Strommix!

In letzter Zeit drängeln immer mehr Anbieter mit sogenannten Ökostromtarifen auf den Markt. Wir kennen nicht jedes einzelne Angebot, können Ihnen aber die vier folgenden Ökostromanbieter als seriös empfehlen:

Der Strommix und die Stromkennzeichnung

Seit einiger Zeit muss jeder Anbieter bekannt geben, aus welchen Kraftwerken er seinen Strom bezieht. Jeder Kunde kann also wissen, wie viel Prozent seines Stromes auf Kohle- und Atomkraftwerken sind. Lassen Sie sich nicht von 15% Erneuerbaren im Mix täuschen - dieser Wert ist mittlerweile durch das EEG gesetzlich vorgeschrieben. Interessant sind die anderen 90%!

Neubauregelung

Stellen Sie sich vor, sie wären ein Stromversorger in Süddeutschland. Seit 100 Jahren besitzen Sie ein Wasserkraftwerk. Das ist natürlich schon seit 60 Jahren abgeschrieben und somit eine Gelddruckmaschine. Jetzt kommen ein paar Ökos und verlangen Ökostrom. Kein Problem, sagen sie - und drehen den Ökos ihren Strom aus dem alten Wasserkraftwerk für noch mehr Geld an. Das bringt der Umwelt nichts, denn ihr Wasserkraftwerk gibt es ja schon immer. Nur ihren Geldbeutel freut es. MERKE: Ökostrom ist nur dann "echt" wenn in neue Anlagen investiert wird! Denn nur wenn neue Windräder, Solaranlagen und Wasserkraftwerke gebaut werden, kommt die Energiewende voran.

Neubauregelung bei Greenpeace Energy:

Zitat: "GP Energy verpflichtet sich, Kunden binnen 5 Jahren mit Strom aus neuen Anlagen zu versorgen."

Energiewirtschaft ist eine Branche mit sehr, sehr hohen Anfangsinvestitionen und einer langen Vorlaufszeit. Wenn Sie Stromkunde bei Greenpeace werden, hat die Genossenschaft maximal fünf Jahre Zeit, um entweder eine neue Anlage zu bauen oder aber einen Stromliefervertrag mit einer neuen Anlage abzuschließen. Solange darf man Sie mit Strom aus Altanlagen beliefern. In der Praxis hat Greenpeace aber zurzeit nur Neuanlagen unter Vertrag.